„Wir haben geliefert“ | Die Forderungen an Gesundheitsminister Spahn, den Budgetdeckel abzuschaffen, werden lauter. Jetzt stimmt auch der Hartmannbund in Sachsen ein.

Die Forderungen an Gesundheitsminister Spahn, den Budgetdeckel abzuschaffen, werden lauter. Jetzt stimmt auch der Hartmannbund in Sachsen ein.

„Wir haben geliefert und unsere Patienten weit über den üblichen Behandlungsbedarf hinaus versorgt“, sagt der Vorsitzende des Hartmannbundes Landesverband Sachsen, Dr. Thomas Lipp, mit Blick auf die aktuelle Grippewelle. Ärzte und Pflegekräfte in den Krankenhäusern und Praxen seien „bis an die Grenze der eigenen Erschöpfung“ gegangen.

„Wir vertrauen jetzt im Gegenzug auf die Aussage unseres Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, dass es sich für Mediziner lohnen soll, mehr Patienten aufzunehmen“, sagt der Allgemeinmediziner Lipp.

Jeglicher, sogenannter Versorgungsmehraufwand erfolge honorarfrei, also letztlich zum Nulltarif, da die Krankenkassen die Gesamtjahreshonorarmenge für ihre Patienten festgelegt haben und Mehraufwendungen trotz enormer Rücklagen schlicht nicht vergüten

würden. Für Lipp „ein gesetzlicher Webfehler ohne Beispiel“. Spahn müsse nun den Worten Taten folgen lassen und die Anerkennung zeigen, die dem geleisteten Einsatz gerecht werde.

Er erwarte ein klares Signal aus dem Gesundheitsministerium, dass ärztliche Arbeit angemessen und leistungsgerecht vergütet werde. Die Aufhebung der Budgetierung sei hier der richtige Weg, so Lipp.

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