Hartmannbund Landesverband Sachsen zur Grippewelle Lipp: Sachsens Ärzte haben viel geleistet, doch was bleibt?

„Unsere Patienten konnten sich in den letzten Wochen und Monaten auf ihre Ärzte in Praxis und Krankenhaus verlassen, wir waren für sie da trotz erheblicher Mehrbelastungen und haben mit vollem Einsatz alles Erforderliche klaglos getan“, erklärt der Vorsitzende des Hartmannbundes Landesverband Sachsen und Leipziger Allgemeinmediziner, Dr. med. Thomas Lipp. „Wir vertrauen jetzt im Gegenzug auf die Aussage unseres Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, dass es sich für Mediziner lohnen soll, mehr Patienten aufzunehmen“, so Lipp und verweist dabei auf die aktuelle Bilanz der Grippeerkrankungen, die es deutlich macht: 52 Todesopfern und mehr als 29.000 Erkrankte und es ist noch nicht vorbei, man sehe höchstens ein Licht am Ende des Tunnels. Jeglicher, sogenannter Versorgungsmehraufwand erfolge honorarfrei, letztlich zum Nulltarif, da die Krankenkassen die Gesamtjahreshonorarmenge für ihre Patienten festgelegt haben und Mehraufwendungen trotz enormer Rücklagen schlicht nicht vergüten würden. Ein gesetzlicher Webfehler ohne Beispiel. Spahn müsse nun den Worten Taten folgen lassen und die Anerkennung zeigen, die dem geleisteten Einsatz gerecht werde.

„Wir haben geliefert und unsere Patienten weit über den üblichen Behandlungsbedarf hinaus versorgt und dabei sind alle in der Versorgung Tätigen, also auch die Pflegekräfte in den Krankenhäusern und die Mitarbeiter in den Praxen, bis an die Grenze der eigenen Erschöpfung gegangen“, und Lipp stellt klar, dass es auch nicht ausreiche, auf einen nicht vorhersehbaren Behandlungsbedarf und eine mögliche Nachschusspflicht der Krankenkassen in einigen Jahren zu vertrösten. Jetzt sei ein klares Signal aus dem Gesundheitsministerium zu erwarten, dass ärztliche Arbeit angemessen und leistungsgerecht vergütet werde. Die Aufhebung der Budgetierung sei hier der richtige Weg.

Der Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands e.V. ist der einzige freie Verband, der die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen aller Ärzte, Zahnärzte und Medizinstudierenden in Deutschland – unabhängig vom Fachgebiet, ob niedergelassen, angestellt oder im öffentlichen Gesundheitsdienst tätig – vertritt.

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